Dieses Symbolbild für eine erfolgreiche Meatusrekonstruktion zeigt einen Gartenschlauch, an dessen Ende ein Stück neuen Schlauches eingesetzt wurde und der einen starken Wasserstrahl abgibt. CUROS urologisches Zentrum

Operative Behandlung der Meatusstenose

Was ist eine Meatusstenose?

Bei einer Meatusstenose handelt es sich um eine Verengung der Harnröhrenöffnung. Diese kann kann verschiedene Ursachen haben. Eine häufige ist die chronische Hauterkrankung Lichen sclerosus. Diese Erkrankung führt zu entzündlichen Veränderungen der Haut im Bereich der Vorhaut, der Eichel und der Harnröhrenöffnung.

Im Verlauf dieser Hauterkrankung kann es zu einer narbigen Verengung der Harnröhrenöffnung kommen. Dadurch wird der Harnfluss behindert.

Typische Beschwerden sind:

  • schwacher oder gespreizter Harnstrahl
  • verlängertes Wasserlassen
  • Brennen beim Wasserlassen
  • wiederkehrende Entzündungen (z. B. Harnwegsinfektionen)

In ausgeprägten Fällen ist eine operative Erweiterung der Harnröhrenöffnung notwendig.

Was ist eine plastische Meatusrekonstruktion nach Malone?

Die Meatusrekonstruktion nach Malone ist ein bewährtes operatives Verfahren zur Erweiterung einer vernarbten Harnröhrenöffnung. Bei diesem Eingriff wird das vernarbte Gewebe entfernt,
die Harnröhrenöffnung chirurgisch erweitert und die Schleimhaut so rekonstruiert, dass eine stabile und dauerhaft offene Harnröhrenöffnung entsteht.

Ziel der Operation ist es, einen freien und ungehinderten Urinfluss wiederherzustellen.

Wann muss eine Meatusstenose operiert werden?

Eine plastische Rekonstruktion der Harnröhrenöffnung wird empfohlen, wenn:

  • eine ausgeprägte Meatusstenose (starke Verengung der Harnröhrenöffnung) vorliegt
  • Beschwerden beim Wasserlassen bestehen
  • wiederkehrende Harnwegsinfektionen auftreten
  • konservative Therapien nicht ausreichen

Besonders häufig ist dies bei Lichen sclerosus der Fall.

Ablauf der Operation (Meatusplastik nach Malone)

Der Eingriff erfolgt ambulant und dauert meist 30 bis 60 Minuten. Nach der Operation kann vorübergehend ein Blasenkatheter notwendig sein.

Der Patient erhält eine kurze Narkose, danach wird zunächst das vernarbte Gewebe entfernt. Anschließend wird die Harnröhrenöffnung plastisch erweitert und die Schleimhaut rekonstruiert.

Die plastische Rekonstruktion nach Malone wird seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt und bietet mehrere Vorteile:

  • zuverlässige Erweiterung der Harnröhrenöffnung
  • gute funktionelle Ergebnisse
  • geringes Risiko eines erneuten Verschlusses (Wiederverengung)
  • kosmetisch meist unauffälliges Ergebnis

Was ist nach der OP zu beachten?

Nach der Operation sollten Patienten einige Punkte beachten:

  • körperliche Schonung für einige Tage
  • sorgfältige Intimhygiene
  • regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Urologen

In den meisten Fällen verbessert sich der Harnstrahl unmittelbar nach dem Eingriff deutlich.

Behandlung von Lichen sclerosus

Da Lichen sclerosus eine chronische Erkrankung ist, kann zusätzlich eine medikamentöse Behandlung der Haut notwendig sein, etwa mit entzündungshemmende Salben (z. B. Kortisonpräparate). Bei Lichen sclerosus sollten regelmäßige urologische Kontrollen erfolgen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, weitere Narbenbildung zu vermeiden.

Ihre Operateure:

PD Dr. med.
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Schwerpunkte

  • Allgemeine Urologie
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  • Vasektomie und Zirkumzision

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Johannes Salem

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  • Lasertherapie der Prostata
  • Minimalinvasive Prostatatherapie (iTIND, REZÜM)
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