Holmium Laserenukleation der Prostata (HoLEP)

Blutungsarme und effektive Lasertherapie

Die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) ist in den letzten Jahren in vielen Krankenhäusern zum Standard in der operativen Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung geworden. Der Eingriff bietet eine hervorragende Effektivität mit einem günstigen Risikoprofil verglichen mit den herkömmlichen Methoden, wie der transurethralen Resektion der Prostata (TUR Prostata).

Was muss nach dem Laser-Eingriff beachtet werden?

Für 4-6 Wochen:

Thermalbäder und Saunen meiden

Verstopfungen durch Anpassung der Ernährung vermeiden

nicht schwerer als 5 kg heben

Geschlechtsverkehr 2-3 Wochen vermeiden

anstrengende sportliche Übungen und das Fahrradfahren vermeiden

Häufig zeigt sich nach der Laserbehandlung der Prostata ein vorrübergehender Harndrang. Auch wenn die Operation meistens unproblematisch verläuft, stellt die ausgeschälte Prostata eine Wundhöhle darstellt, durch die Urin fließt. Das sorgt für einen Reizzustand, welcher einige Wochen verbleiben kann. Abhängig von der Schwere des gutartigen Prostatasyndroms kann durch ein Ungleichgewicht der Blasenmuskulatur und des Schließmuskels eine Belastungsinkontinenz vorliegen. Zur Verbesserung der Belastungsinkontinenz kann ein Beckentraining durchgeführt werden.

Wie sind die Ergebnisse nach der HoLEP?

Die Beschwerden, gemessen am IPSS Score (internationalen Prostata Symptomscore), verbessern sich auf 1,7 – 5,2 Punkte. Der maximale Harnstrahl gemessen am Uroflow verbessert sich auf 21,8 bis 27,9 ml/sek. Damit hat die Laserbehandlung der Prostata eine hervorragende Effektivität. Verglichen mit der transurethralen Resektion der Prostata (TURP) ist die HoLEP effektiver, führt seltener zu Blutungen und Transfusionen und führt nicht zu einem TUR Syndrom, d.h. Elektrolytverschiebungen im Blut, welche lebensbedrohlich werden können [1,2]. Die HoLEP hat im Vergleich eine der beiden Verfahren eine kürzere Katheterversorgung nach der OP verbunden mit einem kürzeren Krankenhausaufenthalt. Die Langzeitergebnisse zeigen eine niedrige Rate an Blasenhalsstrikturen (0,8%), Harnröhrenstrikturen (1,6%) und Re-Operationsraten auf Grund eines Residualadenoms (0,7%) [3]. Gravierende Komplikationen, wie die Verletzung des Schließmuskels oder Morcellation der Blasenwand sind äußerst selten.

Für wen ist die HoLEP geeignet?

Für Patienten mit moderat bis hochgradigen Beschwerden

Für jede Prostatagröße

Für Risikopatienten unter Blutverdünnern

Für Patienten mit rezidivierenden Harnwegsinfekten

Für Patienten mit Blasensteinen

Für Patienten mit Beeinträchtigung der Nieren

Für Patienten mit Aussackung der Harnblasenwand

Für Patienten mit therapierefraktärer Prostataentzündung

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