Dieses Bild zeigt den Infusionsraum für Chemotherapie und Immuntherapie im CUROS urologischen Zentrum in Köln-Marienburg

Chemotherapie bei Blasenkrebs

Chemotherapie im Infusionsraum von
CUROS in Köln-Marienburg

Der Blasenkrebs (Urothelkarzinom) gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen der Harnwege. In Deutschland erkranken jedes Jahr mehrere zehntausend Menschen daran, Männer häufiger als Frauen. Entscheidend für die Wahl der Therapie ist, wie tief der Tumor in die Blasenwand eingewachsen ist und ob sich bereits Metastasen gebildet haben.

Neben operativen Verfahren stehen heute verschiedene medikamentöse Behandlungen zur Verfügung – darunter die klassische Chemotherapie, moderne Immuntherapien und zielgerichtete Medikamente. In vielen Fällen wird die Chemotherapie mit modernen Immuntherapien oder Antikörper-basierten Behandlungen kombiniert, um die Wirksamkeit zu erhöhen.

Die Chemotherapie bleibt trotz neuer Entwicklungen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung des fortgeschrittenen Blasenkrebses. Sie kann in den meisten Fällen direkt in unserer Praxis durchgeführt werden.

Frühformen und lokale Chemotherapie

Die häufigste Form des Blasenkrebses ist der nicht-muskelinvasive Blasenkrebs (NMIBC). Hier wächst der Tumor nur in die Schleimhaut oder in oberflächliche Schichten der Blasenwand. Nach der operativen Entfernung (TUR-B) wird das Risiko für ein Wiederauftreten des Tumors individuell bestimmt.

Um Rückfälle zu verhindern, kann eine lokale Chemotherapie in der Blase durchgeführt werden. Dabei wird ein Medikament wie Mitomycin C direkt über einen dünnen Katheter in die Blase eingebracht (sogenannte Instillationstherapie). Es wirkt gezielt auf verbliebene Tumorzellen, ohne den gesamten Körper zu belasten. Eine erste Behandlung erfolgt häufig bereits innerhalb von 24 Stunden nach der Operation.

Systemische Chemotherapie beim fortgeschrittenen Blasenkrebs

Wenn der Tumor tiefer in die Blasenwand eingewachsen ist oder sich auf andere Organe ausgebreitet hat, wird eine systemische Chemotherapie eingesetzt. Diese Behandlungsform wirkt im gesamten Körper und kann das Tumorwachstum verlangsamen, Beschwerden reduzieren und die Überlebenszeit verlängern.

Bewährte Kombinationen sind:

  • Cisplatin + Gemcitabin
  • Carboplatin + Gemcitabin

Cisplatinhaltige Therapien gelten weiterhin als Standard, vorausgesetzt die Nierenfunktion und der Allgemeinzustand der Patienten erlauben sie.

Durchführung und Betreuung bei CUROS

Im CUROS Urologischen Zentrum begleiten wir unsere Patienten über den gesamten Behandlungsverlauf – von der Diagnosestellung über die systemische Chemotherapie bis zur Nachsorge.

Chemotherapie- oder Infusionsbehandlungen erfolgen ambulant direkt in unserer Praxis in Köln‑Marienburg. Lediglich platinhaltige Infusionstherapien wie Cisplatin werden in spezialisierten onkologischen Zentren durchgeführt, mit denen CUROS eng zusammenarbeitet.

Auf diese Weise erhalten Patientinnen und Patienten eine eng betreute, leitliniengerechte Versorgung ohne Bruch zwischen Diagnostik und Therapie.

Nachsorge

Nach erfolgreicher Behandlung folgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen:

  • Blasenspiegelungen (Zystoskopien)
  • Ultraschall der Blase und Nieren
  • Urinuntersuchungen
  • gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie CT oder MRT
Sie helfen, ein mögliches Wiederauftreten frühzeitig zu erkennen und sofort zu behandeln.

Ihre Spezialisten:

PD Dr. med.
Timur Kuru

Meine
Schwerpunkte

  • Operative Urologie
  • Urologische Bildgebung
  • Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms

Meine
Schwerpunkte

  • Allgemeine Urologie
  • Uro-Onkologie
  • Vasektomie und Zirkumzision

Bildnachweis: Rhein Designer/Kuffner

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